Eine Sammlung an 67 unglaublichen und kuriosen Briefen, Akten und Zeitdokumenten, zusammengetragen und archiviert von Aaron Aachen, einem kauzigen und geheimnisvollen Sammler. Unter anderem ein Brief von Franz Kafka an Sigmund Freud, Elvis an seine erste Liebe, die welterste Fotokopie, der Putzplan der Kommune 1, die abgelehnte „Miss-Deutschland“ Bewerbung von Alice Schwarzer oder die Anzeige gegen Hermann Hesse wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses aufgrund von Nacktwandern.
Erschienen im Verlag Jacoby & Stuart.
Link zum Buch ↗
Ausstellungen dieses Projekts:
2012 Kunstkooperation Regensburg–Brixen, Historisches Museum Regensburg, G
2019 Galerie konstantin b., Regensburg
2020 Position R, Städtische Galerie Leerer Beutel, Regensburg
G: Gruppenausstellung

Auswahl
Werner Schneider an Joseph Beuys
Joseph Beuys zeigt seine kontrovers diskutierte Performance »Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt« am 26. November 1965 in der Galerie Schmela in Düsseldorf. Die Aktion gilt heute als Schlüsselwerk der Fluxusbewegung.
Eine der ersten Fotokopien Deutschlands
In der Preußischen Bibliothek in Berlin werden im Dezember 1930 die ersten Kopiergeräte aufgestellt, die auf Grundlage von fotochemischen Prozessen Abbildungen von Buchseiten und Manuskripten erstellen sollen. Diese Abbildungen sind zeitaufwändig und teuer – was die Angestellten allerdings nicht von der privaten/kreativen Nutzung der Geräte abhält, wie dieses Zeitdokument beweist.
Putzplan der Kommune 1
Die Kommune I wurde 1967 in West-Berlin als politisch motivierte Wohngemeinschaft gegründet, die den herrschenden kleinbürgerlichen, »faschistoiden« Gesellschaftsentwurf kritisierte. Man wollte so Beispiel geben für eine neue Form des Zusammenlebens: gleichberechtigt, ohne eigenen Besitz und konsumkritisch.
Ernst Jandls verlorener Gedichtzyklus
Im November 1963 schreibt Ernst Jandl sein legendär gewordenes Gedicht »ottos mops«. Vom dazugehörigen Zyklus, der um die selbe Zeit herum entsteht, wird letzlich nur »ottos mops« veröffentlicht.  


Hannah Höchs Rache an Raoul Hausmann
Hannah Höch war eine vielseitige deutsche Künstlerin und gilt als Erfinderin der politischen Fotocollage. Mit Raoul Hausmann, der wie sie Mitglied der Berliner Dadaisten war, pflegte sie sowohl eine Liebes- als auch eine künstlerische Beziehung. Lange Zeit wurde Höch von der Kunstwelt als Dadaistin an der Seite ihres bekannteren Mannes und nicht als eigenständige Künstlerin gesehen. Eine Sichtweise, die von Hausmann selbst zementiert wurde, als er ihr bei ihrer Trennung im Jahr 1921 hinterherrief, sie sei »nie Mitglied des Clubs gewesen«.
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